• Maria & Markus

Reisebericht von Silvia Heigl

Am 4.2.2017 war es so weit. Markus und Maria Huttegger, Gfrerer Sebastian, Gruber Sebastian, und ich flogen für zwei Wochen nach Uganda. Ich kannte das Projekt aus Vorträgen und Fotos, aber ich flog zum ersten Mal nach Afrika. Endlich kamen wir am Flughafen Entebbe an, als wir das Gelände verließen, kam uns gleich ein seltsamer Geruch aus Feuer u. Rauch entgegen. Da fühlte ich zum ersten Mal Afrika! Es dämmerte schon, aber überall am Straßenrand wurde am offenen Feuer gekocht, und überall waren so viele Kinder und Leute. Der Mond ging auf, und es schien, als ob er liegen würde.


Markus hatte natürlich das Abholen organisiert, und so fuhren wir zur Missionsstation Myzigo, wo uns Sr.Elisabeth und Sr.Margit herzlich erwarteten. Wir hatten viele Termine, am Montag fuhren wir mit Geofrey nach Kassanda, zum großen Projekt, dem Schulbau! Ca. 40 junge Männer arbeiteten hier bereits am Rohbau bei Hitze und Wassermangel, viele hatten weder Schuhe, und das Werkzeug war äußerst bescheiden. Drei junge Männer gruben händisch mit einem Pickel den Trinkwasserbrunnen, der ca. 35 Fuß tief ist. Unglaublich!


Diese Schule und auch die weiteren Gebäude auf diesem Grund, eine Krankenstation wo Geofrey sicher in Zukunft Kranke behandeln wird, sind ein Segen für viele Menschen, die sonst keine Möglichkeit zu Bildung und Krankenversorgung hätten.


Wir schauten uns auch die Fortschritte, und Laborgeräte an, die auch aus der Sternsinger Spendenaktion in St.Luke´s- dem Health Center der dortigen Diözese, gekauft wurden.


Endlich können Blutuntersuchungen und Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden. In Zukunft ist ein OP-Saal, und Geburtsvorsorge geplant. Leider sterben in Afrika noch viele Frauen bei der Geburt! Oma (Chacha) und Tante (Aunt) kümmern sich meistens um diese Kinder, die dann aber meistens keine Schule besuchen können. Auch solche Kinder, werden von unseren Patenschaften unterstützt, damit sie eine Schule besuchen können! Wir besuchten verschiedene Schulen, und nahmen diesen Kindern Briefe und Kleidung oder Schuhe von ihren Paten daheim mit. Wir wurden sogar von einigen Eltern in ihren Lehmhütten eingeladen. Meistens bekamen wir Bananen. Das war sehr berührend. Die kleineren Geschwister fürchteten sich manchmal vor uns Weißen (Muzungus).


Wir wanderten oft zu unseren Terminen, die Kinder die uns unterwegs begegneten, nahmen oft meine Hand, und gingen einfach ein Stück mit.


Außerdem machten wir einen Abstecher in die Hauptstadt Kampala. So viele Menschen, der Lärm und die Hektik, der ganze Handel spielt sich am Gehsteig ab.


Autos, Motorräder, Fahrräder, Taxis und Fußgänger alle tummeln sich auf der Straße, es gibt keine Regelung, durch Lichthupe oder Augenkontakt verständigen sie sich. Im Afrika Valley kauften wir Souvenirs ein.


Ehrfurchtsvoll besuchten wir die Moschee, in der ca. 8000 Menschen täglich beten.


Auch nach Zigotti, in eine abgelegene Schule wanderten wir, und natürlich zum Trinkwasserbrunnen im Dorf Mawunwe welcher von der St. Josef´s Bruderschaft aus Großarl gesponsert wurde. Auf dem Heimweg besuchten wir Sr.Edith in Kyengeza, die auch wie Sr. Elisabeth und Sr.Margit, aus dem Orden der Amrienschwestern vom Karmel aus Linz, hierher nach Uganda gezogen ist. Maria importierte sogar selbstgebackenen Lebkuchen, da war die Freude groß. Ich fragte mich, wieviel Mut und Glauben es braucht, alles zu verlassen und hierher zu ziehen!


Während unseren Fußmärschen, sahen wir schon von Weitem wo sich ein Trinkwasserbrunnen befindet, viele Frauen trugen dann ihre vollen, großen Kanister auf dem Kopf nach Hause, manchmal hatten sie noch ein Kleinkind hinten am Rücken im Tuch!


Danke großzügiger Spenden aus unserem Tal, konnten einige solcher Brunnen gebaut werden.

Leider wurde gerade, als wir vor Ort waren, ein Brunnen kaputt.

Wir organisierten einen Plumber (Installateur) und reparierten gemeinsam unter Hitze und schwierigsten Bedingungen diesen Brunnen.


Nach stundenlanger Arbeit floss endlich wieder sauberes Wasser!

Wäre dieser Brunnen nicht, holen alle verunreinigtes, schmutziges, braunes Wasser. Bei diesem Anblick konnte ich meine Tränen kaum unterdrücken.


Unser Geld ist in Afrika sehr viel wert, und mit einer kleinen Summe kann hier vielen Menschen das Lebensnotwendigste ermöglicht werden.


Ich habe mich schon ein bisschen in das Land und die Menschen, besonders die Kinder die trotz materieller Armut glücklich sind, verliebt, und werde bestimmt wieder nach Uganda fliegen.

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