• Maria & Markus

Reisebericht Johanna & Sarah Pirchner, Juli 2019

„Aussi ausn Toi und eichi ins Abenteuer!“

Wir verspürten beide den Drang, dem Alltag zu entfliehen und etwas Neues zu erleben. Somit haben wir die Gelegenheit genutzt und haben mit Markus und Maria unsere erste (und bestimmt nicht letzte) Reise nach Afrika gewagt.

Ankunft und Start ins Abenteuer Uganda

Gestartet sind wir am 8. Juli am Flughafen in Wien. Nicht ganz 24 Stunden später wurden wir mit offenen Armen in Afrika empfangen und hatten schon unser erstes ugandisches Mahl in der Hand – eine sogenannte Ciabatti, was einer dickeren Palatschinke ähnelt. Untergebracht waren wir in Mizigo bei den österreichischen Ordensschwestern Elisabeth und Margit. Wir wurden verwöhnt mit afrikanischen, aber auch österreichischen Leckereien. Zur Begrüßung bekamen wir daher kein typisch, ugandisches Essen, sondern Bauernkrapfen! :)

Spätestens nach unserem ersten Spaziergang durch Mityana haben wir gemerkt, dass in Uganda andere Lebensumstände herrschen und man einfach nichts mit unserer Heimat vergleichen kann. Wir wurden überrumpelt mit vielen neuen Eindrücken. Aber trotz der Armut haben die Leute immer ein Lächeln im Gesicht und sind mit dem zufrieden, was sie haben. Das hat uns am meisten beeindruckt, mit wie wenig man trotzdem so glücklich sein kann.


Hauptstadt Kampala

Unser erster Tag in Uganda verlief sehr turbulent. Wir fuhren in die Hauptstadt Kampala um Erledigungen zu machen. Dort waren wir komplett überfordert mit der Situation, es gab überall so viel zu sehen ... Menschenmassen und der Verkehr sind hier anders, wie ein geordnetes Chaos. Gott sei Dank haben unsere beiden „Afrikaprofis“ den Überblick behalten und uns durch den ganzen Trubel geführt. Das war natürlich nicht das einzige Mal, dass wir in die Stadt gefahren sind. Beim zweiten Mal haben wir im African-Village Souvenirs für unsere Lieben Zuhause gekauft. Man muss auch sagen, je öfter wir in Kampala waren umso mehr haben wir uns getraut und uns daran gewöhnt, dass hier ein anderes Leben herrscht als in den Dörfern.



Schule Cornerstone

Am zweiten Tag zeigten Maria und Markus uns zu Recht voller Stolz ihre Schule „Cornerstone“, die mithilfe von Spendengeldern finanziert wurde. Mittlerweile besuchen 227 Kinder die Schule. Sie beinhaltet eine kleine Klinik und ein Internat. Somit könnte man „Cornerstone“ eigentlich als ein kleines Dorf bezeichnen. Es ist einfach beeindruckend was hier für die Kinder und auch Lehrer*innen geschaffen wurde. Die Schüler*innen gehen so gerne in die Schule und das spürt man. Durch das familiäre Verhältnis innerhalb der Schule herrscht ein besonderer Umgang untereinander. Das ist durchaus wichtig für die Kinder, da die Kleinsten bereits im Alter von drei Jahren in die sogenannte „Nursery School“ gehen und schon im Internat bleiben.

Im Laufe der Wochen in Afrika haben wir die Schule öfters besucht, was für uns jedes Mal aufs Neue ein besonderes Erlebnis war. In unserer letzten Woche haben die Kinder dann für uns Tänze einstudiert, die sie uns vorgeführt haben. Schon den ganz Kleinen liegt das Rhythmusgefühl im Blut und den Hüftschwung, den sie alle haben, werden wir bestimmt nie erlernen können! :). Dieser Tag mit den Kindern war einer der Schönsten in Afrika!


Safari im Nationalpark Queen Elisabeth

In der zweiten Woche war es endlich so weit, wir begaben uns auf eine dreitägige Safari durch den Queen Elisabeth Nationalpark. Es war für uns ein hautnahes Erlebnis Tiere wie z.B. Elefanten, Büffel, Antilopen, Affen und sogar einen schlafenden Löwen nach der Jagd und viele mehr durch den offenen Safari-Jeep zu sehen - Tiere, die wir sonst nur durch das Fernsehen kannten. Eine lustige Tatsache, die uns sehr zum Schmunzeln brachte: Warzenschweine vergessen während sie vom Feind davonlaufen, warum sie weglaufen und bleiben einfach stehen. Sie verfügen über ein sehr schlechtes Kurzzeitgedächtnis! :)


Starthilfe für ein besseres Leben

Während unseres Aufenthalts im Distrikt Mityana haben wir viele Leute kennengelernt, die mithilfe der Unterstützung von "Tugende" eine Starthilfe bekommen und dadurch selber ihre eigenen Ziele verwirklicht haben, z.B.: Martin, der mit 25 bereits eine eigene Klinik aufbaut.


Im Ortsteil Zigoti durften wir eine Schule speziell für beeinträchtigte Kinder besichtigen. Finanziert wird sie durch das Projekt „Kindern eine Chance“ und geführt von einem Ehepaar aus Tirol. Diese Arbeit empfanden wir als besonders wichtig, da diese Kinder ansonsten keine Überlebenschancen hätten.

Wir haben in den drei Wochen so viel erlebt, das wir bestimmt nie vergessen werden und bereuen es auch keine Sekunde, die Reise gemacht zu haben.


Markus und Maria haben mit ihrem Verein „Tugende – Zukunft geben“ schon wirklich viel geschaffen und aufgebaut. Wir bewundern eure Arbeit und sind sehr dankbar, dass ihr uns einen Einblick in eure Projekte gegeben habt und uns eure „zweite Heimat“ gezeigt habt.


Wir wünschen euch für eure weiteren Pläne alles, alles Gute und DANKE für alles!

„Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an!“

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